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WEST HIGHLAND WHITE TERRIER
Man nennt mich auch kurz: WESTIE
Hallo du interessierst dich für mich?
Ich über mich:
Meine Urahnen wurden vor fast 100 Jahren als Rasse anerkannt und wir
kommen aus dem schottischen Hochland. Sie wurden damals für die Jagd
verwendet. Auch ich spüre diesen Jagdinstinkt noch in mir. Du solltest
daher beachten, dass ich mit Mitbewohnern wie Katzen, Vögeln, Hamstern,
Meerschweinchen ein Problem haben könnte.
Wir gelten als sehr intelligent, treu und auch verspielt. Wie alle Terrier
bin ich ein kleiner selbstbewusster Sturkopf. Ich arbeite mein Leben lang
daran, meine Weltanschauung meinem Herrchen beizubringen. Ich habe sehr
viel Ausdauer und gehe sehr gerne spazieren. Auch das Autofahren und der
Umgang mit Kindern sind mir nicht fremd. Wenn ich das Glück habe,
sehr viel mit meinen Lieben zusammen zu sein, fühle ich mich in einer
Stadtwohnung genauso wohl wie auf einem großen Grundstück.
Mein weißes Fell muss regelmäßig getrimmt werden, damit
mir mein Haar gegen die Umwelt genügend Schutz bietet. Mit viel Ausdauer
und täglicher Pflege bekomme ich meinen schönen runden Kopf
und entwickle mich möglicherweise zu einem Parade-Rassehund. Wenn
du mich einmal näher kennst, wirst du lernen, die vielen Ausdrucksarten
im meinem Gesicht zu deuten, damit es nie zu Missverständnissen zwischen
uns kommen kann. Auch ich bin bereit zu lernen. Mit viel Konsequenz und
Ausdauer schaffe ich eine Begleithundeprüfung mit Bravour. Du wirst
mir auch sehr selten böse sein, da ich im täglichen Leben sehr
friedlich und unproblematisch bin. Man zählt mich auch nicht zu den
"Kläffern“, jedoch solltest du bedenken, dass ich kein Spielzeug
bin und sehr wohl weiß, wie ich mir Nerver ohne viel Vorwarnung
vom Leibe halten kann. Bitte kaufe mich nur bei erfahrenen Züchtern,
denn die kennen mich seit meiner Geburt und sie helfen dir mein ganzes
Leben bei allen Fragen. Du kannst dir meist sicher sein, dass ich mich
gesund und meiner Rasse entsprechend entwickle. Solltest du noch weitere
Fragen über mich haben, so wende dich bitte an die Welpenvermittlung
des Österreichischen West Highland White Terrier Clubs.
Rassengeschichte:
Der Cairn-Terrier hatte vereinzelt weiße Nachkommen, die von der
schottischen Familie Malcolm selektiv weiter gezüchtet wurden. So
entstand eine Rasse, die in der schottischen Moorlandschaft leicht auszumachen
ist. Der heutige Typ des West Highland White Terriers wurde zuerst bei
der Malcolm Familie in Poltalloch in Argyllshire gefördert. Diese
weißen Terrier wurden ausschließlich für die Arbeit gehalten
und es dauerte Jahrzehnte, ehe sie farbrein gezüchtet werden konnten.
Noch bis 1924 konnten weiße Welpen aus Cairn Terrier Würfen
als West Highland White Terrier eingetragen werden. Auf Gemälden
des Tiermalers Edwin Landseer aus dem Jahre 1839 sind bereits West Highland
White Terrier zu erkennen. Im Januar 1905 wurde der erste "White
West Highland Terrier-Club" in Schottland mit dem Duke of Argyll
als Ehren- Präsidenten und Colonel Malcolm of Potalloch als Präsidenten
gegründet um die Zucht dieser Terrierrasse zu fördern. Der erste
Standard wurde aufgestellt. Von da an verbreitete sich die Rasse stetig
in die ganze Welt.
Allgemeines:
Der West Highland White und der Cairn-Terrier haben zwar gleiche Vorfahren,
aber die Selektionszucht hat 2 Rassen mit recht unterschiedlichen Wesenseigenschaften
hervorgebracht. Der "Westie", wie der reizende kleine Terrier
liebevoll genannt wird, ist in aller Welt als "Werbeträger"
bekannt und beliebt geworden und gilt inzwischen fast als Modehund. Im
übrigen ist Weiß bei Hunden so etwas wie eine Modefarbe, die
Glück oder einfach Sauberkeit verheißt.
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F.C.I.-Standard Nr. 85/20.01.1998/D
WEST HIGHLAND WHITE TERRIER
Ursprungsland: Großbritannien
Originalstandard: publiziert am 24.06.1997
Klassifikation FCI
Gruppe 3 (Terrier).
Sektion 2 (Niederläufige Terrier).
ohne Arbeitsprüfung.
Allgemeines Erscheinungsbild
Kräftig gebaut; tiefe Brust und weit nach hinten reichende Rippen;
ebener Rücken, kraftvolle Hinterhand mit muskulösen Läufen,
die in hohem Maße eine großartige Verbindung von Kraft und Aktivität
zum Ausdruck bringt.
Verhalten und Charakter
Klein, aktiv, unerschrocken, robust, mit beträchtlichem Selbstvertrauen
ausgestattet und einem Auftreten, das Raubzeugschärfe erkennen lässt.
Wachsam, fröhlich, mutig, selbstbewusst, aber freundlich.
Kopf
Abstand zwischen Hinterhauptbein und Augen geringfügig größer
als die Länge des Vorgesichts. Kopf reichlich mit Haar bewachsen
und im rechten Winkel oder weniger zur Halsachse getragen. Kopf sollte
nicht vorgestreckt getragen werden.
Oberkopf
Schädel leicht gewölbt; Stirnpartie mit glatten Konturen. Oberkopf
vom Ohrenansatz zu den Augen hin geringfügig schmaler werdend.
Stopp deutlich; aus starken Wülsten der Stirnknochen gebildet, die
unmittelbar oberhalb der Augen etwas vorstehen und zwischen den Augen
eine leichte Vertiefung aufweisen.
Gesichtsschädel
Nasenschwamm schwarz und ziemlich groß; mit dem übrigen Fang
eine fließende Linie bildend; Nase nicht spitz vorstehend.
Fang von den Augen bis zur Nasenspitze hin allmählich schmaler werdend.
Vorgesicht unter den Augen nicht eingefallen oder stark abfallend, sondern
gut ausgefüllt.
Kiefer und Zähne kräftig und von gleicher Stärke. Zwischen
den Fangzähnen so breit, wie es mit dem verlangten Ausdruck von Raubzeugschärfe
vereinbar ist. Die Zähne sind im Verhältnis zur Größe
des Hundes groß, mit regelmäßigem Scherenbiß, wobei
die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift
und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Augen weit voneinander angeordnet, mittelgroß, nicht groß
und rund, so dunkel wie möglich; etwas tiefsitzend, wachsam und intelligent,
unter buschigen Augenbrauen hervorguckend; dies bewirkt einen durchdringenden
Blick. Helle Augen höchst unerwünscht.
Ohren klein, aufrecht und sicher getragen, in einer deutlichen Spitze
endend. Weder zu weit auseinander noch zu dicht zusammen stehend. Haar
kurz und glatt (samtartig), sollte nicht geschnitten werden. Ohrenspitzen
ohne jegliche Befransung. Runde, breite, große oder dicke Ohren
sowie solche mit übermäßig üppiger Behaarung sind
äußerst unerwünscht
Hals
Lang genug, um die geforderte Kopfhaltung zu ermöglichen; muskulös;
zum Ansatz hin allmählich breiter werdend, wodurch der Hals übergangslos
in die gut zurückliegenden Schultern einmündet.
Körper
Kompakt, Rücken eben, Lenden breit, kräftig, Brust tief; Rippen
in der oberen Hälfte gut gerundet, an den Körperseiten abgeflacht
wirkend. Hintere Rippen weit zurückreichend; Abstand zwischen der
letzten Rippe und der Hinterhand so kurz, wie es mit einer freien Bewegung
vereinbar ist.
Rute
12,5 bis 15cm lang; mit hartem Haar bedeckt, ohne Befederung; so gerade
wie möglich und forsch, jedoch nicht lustig oder über den Rücken
gezogen getragen. Eine lange Rute ist unerwünscht und Ruten dürfen
auf keinen Fall kupiert werden.
Gliedmaßen
Vorderhand Vorderläufe kurz, muskulös und gerade, dicht mit
kurzem, hartem Haar bewachsen.
Schultern schräg zurückliegend. Schulterblätter breit und
eng am Brustkorb anliegend. Buggelenk gut nach vorne gelagert.
Ellenbogen eng anliegend, wodurch eine freie Bewegung der Vorderläufe
parallel zur Körperachse ermöglicht wird.
Hinterhand kräftig, muskulös und im oberen Teil breit. Läufe
kurz, muskulös und mit starken Sehnen.
Oberschenkel stark bemuskelt und nicht zu weit auseinander stehend.
Sprunggelenke gut gewinkelt und gut unter den Körper gestellt; in
Stand und Bewegung ziemlich dicht nebeneinander. Steile oder schwache
Sprunggelenke äußerst unerwünscht.
Vorderpfoten größer als die hinteren; rund, von angemessener
Größe, kräftig, mit dick gepolsterten Ballen; mit kurzem,
hartem Haar bedeckt. Die Hinterpfoten sind kleiner und haben dick gepolsterte
Ballen. Unterseiten der Ballen und alle Krallen vorzugsweise schwarz.
Gangwerk
Frei, gerade und rundherum flüssig. Die Vorderläufe werden aus
der Schulter heraus raumgreifend nach vorne bewegt. Bewegung der Hinterhand
frei, kraftvoll und nahe nebeneinander. Sehr biegsame Knie und Sprunggelenke
und gut unter den Körper greifende Sprunggelenke bewirken den Schub.
Steife, stelzige Bewegung der Hinterhand und Kuhhessigkeit höchst
unerwünscht.
Haarkleid
Doppeltes Haarkleid. Das Deckhaar besteht aus ca. 5cm langem, harschem
Haar ohne jegliches Zeichen von Locken. Unterwolle pelzartig, kurz, weich
und dicht. Offenes Haar äußerst unerwünscht.
Farbe weiß.
Größe
Schulterhöhe ca. 28cm (11 inch).
Fehler
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen
werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung
stehen sollte.
NB
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen,
die sich vollständig im Hodensack befinden.
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